NDS-Diplomarbeit - 1993 - Beat Göpfert
Ferrofluid-Drug-Carrier-System

Diplomand: B. Göpfert
Initiator: Cr. med. V.J. Novak - Kantonsspital Basel
Examinator: Dr. H.J. Zweifel
Koexaminator: Dr. U. Schwab
Experte: Dr. C.B. Burckhardt
Assistentin: S. Michel
Fachrichtung: Medizinaltechnik
Fachbereich: Bioelektronische Technik
Labor: Bioelektronische Technik
Abgabetermin: 11. Oktober 1993
   
  Thanks to all at the Neu Technikum Buchs; Dr. Novak,
Dr. Mäke, KS Basel; H. Hämmerich, UNI Basel;
Dr. Tiefenauer, PSI; Hr. Ritter, Bedurit AG;
Dr. Aubert, Franz Büttner AG;
Big thanks also, familiy & friends too
Special thanks to Iris Nötzli, Claudia, Isabelle,
Nicole, Sarah and Röbi
ZUSAMMENFASSUNG DER ARBEIT
Diese Arbeit ist eine Feasibility-Studie über den Einsatz eines Ferrofluid-Drug-Carrier-Systems in der Tumortherapie. Mit ihm sollen ferromagnetische Partikel, welche als Medikamentenfördermittel agieren, in einem genau positionierten Magnetfeld konzentriert werden. Es kann eine lokale begrenzte Applikation von Medikamenten im Tumorgewebe erreicht werden. Die grossen Vorteile davon sind grössere Heilungschancen bei kleineren Kosten und geringen Nebenwirkungen verbunden mit einer höheren Lebensqualität des Patienten und einem grossen Anwenderkomfort.
Die Aufgabe dieser Arbeit war es, die technische Machbarkeit eines solchen Applikationssystem zu erarbeiten und am Modell zu untersuchen. Dabei werden die verschiedenen Anforderungen des Systems für den Einsatz am Menschen erarbeitet, sowie eine Abschätzung der Kosten für eine Behandlung mit dem Ferrofluid-Drug-Carrier-System gemacht.
Für den Ablauf des Projektes hielt ich mich an eine systematische Vergehensweise bei der Lösungssuche und wählt die Methode des Verbandes für Arbeitsstudien (REFA).
Die Ziele dieser Arbeit waren unter anderem das Finden eines Weges zur Berechnung der benötigten magnetischen Flussdichte und diesem Weg über das Modellexperiment zu prüfen. Im weiteren waren die folgenden Schwerpunkte gesetzt: Das Erarbeiten der physiklaischen, chemischen, biologischen, medizinischen und medizin-technischen Anforderungen für den Einsatz des Ferrrofluid-Drug-Carrier-Systems und die Abschätzung der Kosten der Anlage.
Die gesetzten Ziele konnten im Rahmen der zur Verfügung stehenden Möglichkeiten erreicht werden. So konnten die Anschätzungen in den verschiedenen Versuchen bewiesen werden und aus den Ergebnissen die verschiedenen Schwerpunkte für die Entwicklung eines optimalen Ferrofluid-Drug-Carrier-Systems gewonnen werden. Für die chemischen und biologischen Anforderungen konnten die nötigen Grundlagendaten zur weiteren Entwicklung erarbeitet werden. Die Rahmenbedingungen für den medizinischen und medizintechnischen Teil sind klar definiert worden. Der finanzielle Rahmen zeigt eine guten Kostensituation dieser Behandlung gegenüber den anderen Behandlungsarten. Die vielen zu lösenden Detailfragen bis zum klinischen Einsatz erfordern noch viel Arbeit und Know How.
Die Feasibility-Studie liefert ein klares Resultat. Das zeigt, dass das Ferrrofluid-Drug-Carrier-System eine zukunftsgerichtete und lohnende Entwicklung in der Medizin ist.